
2021 hatte die 2003 gegründete kanadische Indierock-Band THE BESNARD LAKES, deren Kern das Ehepaar Jace Lasek und Olga Goreas bildet, mit „The Besnard Lakes Are The Last Of The Great Thunderstorm Warnings“ nach fünfjähriger Pause ein exzellentes neues Album veröffentlicht. Bis zum neuen Werk dauerte es jetzt nur vier Jahre (Anfang des Jahres erschien auf Jagjaguwar bereits eine Doppel-Live-LP), aber das kommt einem dennoch erschreckend lang vor in einer Zeit, wo die meisten Künstler:innen omnipräsent zu sein scheinen, leider oft die überflüssigsten. Nach den epischen 71 Minuten des Vorgängerwerks wirkt „The Besnard Lakes Are The Ghost Nation“ beinahe schon wie eine EP. Lasek und Goreas liefern auch hier wieder ihren bewährten und geschmackvollen Dreampop-Shoegaze-Rock, der an THE FLAMING LIPS, GALAXIE 500 oder SLOWDIVE erinnert und mit dem sechsminütigen stimmungsvollen und hymnischen Opener „Calling ghostly nations“ gleich ein echtes Highlight besitzt. Die Mischung aus opulenter Kammerpop-Symphonie und konventioneller Rockmusik – diesmal möglicherweise mehr FLEETWOOD MAC als BEACH BOYS – funktioniert auch auf dem neuen Album ausgezeichnet, auch wenn sich THE BESNARD LAKES diesmal etwas kürzer fassen. Songwriterisch vielleicht nicht ganz so zwingend wie der Vorgänger, aber alleine schon aufgrund der klanglichen Umsetzung wieder äußerst hörenswert.
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