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BISMUT

Matsutake

Schwergewichtige, doomige Sounds kommen aus den Lautsprechern. An den Gitarren werden die Saiten blutig und der kopfnickende Hörer muss schon nach kurzer Zeit seine Nackenmuskeln nachjustieren. Ohne auf die gängigen Standards für doomige, psychedelische Musik zu achten, krachen bei den Niederländern die Gitarren ebenso wie die Rhythmusgruppe, die uns gezielt bis ans Ende der Welt, in die tiefsten Labyrinthe treibt. Der Albumtitel nimmt Bezug auf Anna Lowenhaupt-Tsings Buch „Der Pilz am Ende der Welt“ über den Matsutake-Pilz. Die Anthropologin hat den Pilz in weitgehend verwüsteten Landstrichen in Nordwestamerika gefunden und formuliert in Anschluss daran eine fundamentale Kapitalismuskritik. Bei BISMUT wird diese Kritik in Kunst transzendiert und die Band nimmt uns mit in die Möglichkeit eines Lebens nach der Katastrophe, nach dem Kapitalismus. Vielleicht auch ein Versprechen von einem richtigen Leben im Falschen. Sehr dichter, energiegeladener Psychedelic Doom-Rock.

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