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ORDH

Blind In Abyssal Realms

Einmal mehr hat Paolo Girardi einer Death-Metal-Band einen apokalyptischen Strudel gezeichnet – das letzte CLAIRVOYANCE-Album lässt grüßen. Musikalisch haben es sich ORDH hier in doomig-dissonanten Gefilden bequem gemacht. Die fünf überlangen Kompositionen der Band nehmen nur selten wirklich Fahrt auf. Wenn sie es dann einmal tun, wie im Endteil von „Apis bull“ oder dem Titelteil des Titeltracks, wirkt dies dafür umso intensiver. Zentrales Stück der Platte ist „Phlegraean fields“. Hier sind ORDH fast schon feingeistig-atmosphärisch unterwegs. Einzig der ferne, gurgelnde Gesang deutet zunächst auf Death Metal hin, bevor das Lied später richtig loslegt. Hier und da dürften die Amerikaner gerne zielstrebiger sein. Auch wenn die Songs im Augenblick immer gefällig erscheinen, sind nachdrücklich wirkende Passagen selten. Hier agieren ähnlich gelagerte Acts wie BLOOD INCANTATION oder TOMB MOLD deutlich ausgereifter. „Blind In Abyssal Realms“ ist somit ein gutes Album, das Lust auf mehr macht, jedoch gewiss nicht der Weisheit letzter Schluss ist. Hier kann in Zukunft noch mehr gehen!

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