Foto

BLOOD RED THRONE

Siltskin

Manches fühlt sich einfach falsch an. So zum Beispiel, wenn Norwegen Death- statt Black-Metal-Bands hervorbringt. Ein Jahr nach ihrem letzten Album „Nonagon“ gibt’s nun mit „Siltskin“ das zwölfte Studiowerk zu hören. Wie schon auf dem Vorgänger spielen BLOOD RED THRONE sauberen Death Metal, ohne irgendwelchen Schnickschnack. Das war’s dann aber auch schon. Denn Dreck gibt’s hier nirgendwo. BLOOD RED THRONE haben einmal mehr alle Regler auf 10 gezogen und lassen bei allem Druck und aller Gewalt oftmals etwas den originären Charakter missen. „Husk in the grain“ oder „Vestigial remnants“ haben Melodien oder Grooves, die funktionieren, doch wirklich außergewöhnlich ist bei den Norwegern hier absolut nichts. Auch wenn das in Verbindung mit Death Metal komisch klingen mag, BLOOD RED THRONE sind einfach zu brav. Da retten selbst die ab und an eingestreuten Gurgelgeräusche nichts. Mag man als Hörer ein aufgeräumtes Soundbild und den Death Metal amerikanisch aufpoliert, dann ist man hier richtig.

Anzeige