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BOBBY CONN

Bobby’s Place

Vor fünf Jahren tauchte Bobby Conn aus Chicago mit einem neuen Album namens „Recovery“ bei Tapete wieder aus der Versenkung auf, acht Jahre nach seinem letzten namens „Macaroni“. Das selbstbetitelte Debütalbum kam 1997 bei Atavistic, die folgenden überwiegend bei Thrill Jockey. Conn ist ein herrlich verrückter Popmusik-Chamäleon, ein „Klaus Kinski des Indierock“, seine Platten waren mit ihrem wilden Mix aus No Wave, Glamrock, Funk und Soul und dabei immer die große Rockoper im Blick, fast schon bewusstseinserweiternde Erfahrungen. Der gutmütige Exzentriker Conn, dessen Leben auch von Drogenmissbrauch und einem Knastaufenthalt geprägt war, blieb auf seinen Platten immer äußerst unberechenbar, was dann auch für „Recovery“ galt mit seinem bewusst etwas zu glatt produzierten Disco-Funk-Soul-Pop, der dennoch seine Widerhaken besaß. Die songwriterische Exzentrik und Schizophrenie Conns macht sich bei „Bobby’s Place“ gleich schon durch die Aufteilung in Side A und Side One bemerkbar. Side A beinhaltet drei Instrumentalnummern, bei denen Conn zusammen mit seiner Lebenspartnerin und Violinistin Monica BouBou mit Krautrock, Industrial, Synthpop und Doo-wop experimentiert. Bei den sechs Stücken von Side One zeigt sich dann wieder Conns bekanntes Faible für ruppigen Glamrock, Pop und R&B, was tendenziell eingängiger ist, aber nicht weniger schräg und over the top. Welcome to Bobby’s Place!

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