
„Bodies“ sei „eine Erkundung eindringlicher Klanglandschaften, die sich in den Grenzbereichen von Gedanken und Erfahrungen bewegen – seien sie real, geträumt oder imaginiert“, versucht das Berliner Label Stray Signals den Sound des Duos EPRC auszudeuten. An anderer Stelle heißt es, die Musik sei „ein Avantgarde-Soundtrack zu einem existenziellen Roadtrip: teils Trance, teils Angstattacke“. Diese beiden Interpretationen geben mehr den Gefühlen Ausdruck, die ausgehend von den schroffen, industriellen Klängen und dem geisterhaften Gesang Gestalt annehmen, als den Kern der Musik auszuleuchten. EPRC entwickeln auf ihrem Debüt eine eigene Sprache aus sperrigen, synthetischen Klängen, in denen sich der Gesang nachdrücklich einprägen kann. Von den Soundscapes geht eine Unruhe aus, die sich in den unnahbaren Lyrics niederschlägt. „Bodies“ verkoppelt das Unbewusste mit dem Materiellen, das Abstrakte mit dem Konkreten.
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #177 Dezember 2024/Januar 2025 2024 und Henrik Beeke