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BOMBE

s/t

Die Hamburger Band kommt aus dem Umfeld der Lobuschstraße. Die vier Menschen waren früher bei CIRCUS OF HATE, HOT SCHROTT und L.E.S. Von den beiden letztgenannten Bands finden sich auch Songs auf dieser ersten LP von BOMBE, kombiniert mit eigenen Tracks gibt es eine ordentliche Kelle rauhen Hamburger Punk mit Geige auf die Lauscher. Schon der erste Song „Früher“ ist ein Smasher, im Text geht es um das Älterwerden, langsam immer weniger zu können, doch es gilt: „Für den Widerstand bin ich nie zu alt“. Um wen es in „110“ geht, dürfte klar sein. „Menschlichkeit ist nicht verhandelbar“ singen sie in „Ich weiß nicht was ihr wollt“. In „Landmine“ thematisieren sie die Problematik eben dieser Waffen, von denen alle 30 Minuten eine auf der Welt explodiert und jährlich tausende Menschen verletzt oder getötet werden. Fräsender Punk bei „Gebt ihnen Führer“ ebenso wie bei „Cities of riot“ oder „Freundschaft“. Sehr berührt hat mich auch „In tiefster Nacht“ – „Und so sitze ich in tiefster Nacht, zweifelnd in meinem Wesen“ – und doch verströmt der Song den unbedingten Willen zur Hoffnung und zum Nichtaufgeben! Der Multi-Punk von BOMBE ist das Hamburger Pendant zu den Kölner:innen MANUFRAKTUR. Ihr seht mich schwer begeistert!

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