
14 Studioalben sind echt eine Hausnummer und ein Beleg für die Relevanz, die die Hattinger Metalcoreler auch nach 28 Jahren Bestehen (inklusive der Phase unter dem Namen NEVER AGAIN) noch immer haben. Ob der Titel „Back From Hell“ dabei als Statement zu verstehen ist (im September 2022 trennten sie sich vom langjährigen Basser Marco Schaller), vermag ich nicht zu sagen. Die Umbesetzung am Bass ging jedenfalls relativ unspektakulär über die Bühne, mit Kenneth Iain Duncan war relativ fix Ersatz gefunden und nun ist auch schon „Back From Hell“ da. Die Platte lebt einmal mehr vom Gespür der Band für massivste Moshparts. Wo zuletzt wohl etwas in Richtung des Djent geschielt wurde, versucht die Band nun wieder, einen Haken zurück zu ihren Anfängen zu schlagen. Trotz ihres modernen Ansatzes, lassen sich in den Songs immer auch Passagen ausmachen, die so in etwa auch auf den ersten drei, vier Alben hätten sein können. Langjährigen Fans wird das ohne Zweifel gefallen. Auf der anderen Seite haben CALIBAN den technischen Aspekt der Songs etwas tiefer ausgelotet. Das Riffing atmet hier und da den Spirit von Bands wie THE BLACK DAHLIA MURDER, kippt aber nie zu weit in den Death Metal. Es ist wohl die langjährige Erfahrung, die es der Band erlaubt, auch solche Elemente mit einzuweben, ohne sich untreu zu werden Ja, wer CALIBAN mag, wird auch an „Back From Hell“ viel Freude haben und jene, die die Band aufgrund zu moderner Klänge zwischenzeitlich abgeschrieben haben sollten, könnte die Platte sogar wieder versöhnlich stimmen. Übrigens sind die Hattinger so ziemlich die einzige Metalcore-Band, bei der mir die Clean-Refrains nicht so massiv auf den Sender gehen. Die klingen hier einfach irgendwie ehrlich und nicht künstlich aufgeblasen oder gezwungen.
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