
Mit PALILA haben Matthias Schwettmann (voc, gt), Christoph Kirchner (bs) und Sascha Krüger (dr) sich gefunden – und ihr perfektes musikalisches Vehikel. 2021 kam die erste EP, das Debüt „Rock’n’Roll Sadness“ folgte 2021, 2023 dann „Mind My Mind“ und nun mit „Children Will Be Furious“ das dritte Album. Dem Vorgänger attestierte ich bei grundsätzlicher Sympathie eine etwas zu schmusige Produktion, und wer weiß, vielleicht nahmen sich die Hamburger das zu Herzen, denn hier ist wieder mehr Knarzigkeit und Druck vorhanden. Und die braucht solche Musik, die ich beim Debüt schon im Kontext von DINOSAUR JR., Bob Mould und Neil Young verortete, BUILT TO SPILL hatten sie selbst als Referenz ins Spiel gebracht. Markantestes Merkmal ist weiterhin die Stimme von Matthias Schwettmann: Rauh und hoch zugleich, kratzig und doch auch samtig. Sie fällt auf, aber ich gestehe auch, dass man sie wohl entweder mag – oder nicht. Ich mag sie. Wie auch die leiseren, atmosphärischen Stücke im Kontrast zu den wuchtigen Indierock-Stürmern mit 1990s-Gestus, siehe „Perry Rhodan“. Gute Band, das.
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