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COMET GAIN

Letters To Ordinary Outsiders

David Christian ist COMET GAIN – und COMET GAIN sind seit den 1990ern die charmante linke Herzkammer des britischen Indiepop. Auf „Letters To Ordinary Outsiders“, ihrem ersten Album seit acht Jahren, zeigt sich Christian wieder als Chronist der kleinen Leute, der verlorenen Chancen und der Schönheit des Scheiterns. Musikalisch bleibt alles beim Alten – und das ist gut so: Jangle-Gitarren, soulige Orgeln, schepperndes Schlagzeug, eine Prise Post-Punk, eine Prise Northern Soul und viel DIY-Spirit. Dazu immer wieder melancholische Spoken-Word-Passagen, die dem Material eine gewisse Intimität verleihen nund Songs wie Tagebucheinträge scheinen zu lassen. Zwölf originelle Nummern ohne jegliche Plattitüden oder Klischees, manchmal introspektiv, manchmal schwelgerisch, aber stets mit Sendungsbewusstsein und geschmackssicherem Rückgriff auf den Zauber, den UK-Indiepop seit den frühen 1980ern besaß. Wie etwa TELEVISION PERSONALITIES mit mehr Melodie – hymnisch, aber nie pathetisch, und mit mehr als nur einem Auge auf die C86er-Generation schielend. Auch diesmal unterstützt ihn ein loser Kreis aus langjährigen Weggefährt:innen, unter anderem Ex-CLIENTELE-Bassist James Hornsey, Anne-Laure Guillain (key) und Rachel Evans (voc). Ein musikalischer Brief an all jene, die nie ganz dazugehörten – voller Herz, Haltung und Hooks. Ordinary Outsiders forever.

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