
F.I.L. spielen schnellen, schnörkellosen US-Hardcore, siehe BOLD, SSD oder UNIT PRIDE, der schon die „alte Schule“ war, als sie 1994 im schwedischen Linköping damit anfingen. Auf „Connect The Dots“ erweist sich die alte Formel erneut als zeitlos und unverwüstlich. Die frühen 1990er waren keine schlechte Zeit für politisch aufgeladenen Oldschool-Hardcore in Europa, mit Bands wie NATIONS ON FIRE in Belgien, SEEIN RED und MAINSTRIKE in den Niederlanden oder 59 TIMES THE PAIN in Schweden. FIRST IN LINE wollen heute kein bisschen anders klingen. Dahinter steckt ganz bestimmt ein bisschen Sturheit, vor allem aber Liebe für das Genre. Wenige andere Bands aus dieser Zeit sind noch oder wieder aktiv, zum Beispiel REFUSED, deren Ansatz kaum unterschiedlicher sein könnte. Wie REFUSED schreiben F.I.L. Songs über gesellschaftliche Veränderungen, Hardcore-Punk darf für sie aber bleiben, wie er war. Was allein in Schweden Bands wie die genannten REFUSED, aber auch BREACH, RAISED FIST oder ABHINANDA in den späteren 1990ern mit Punk und Hardcore anstellten, haben FIRST IN LINE bis heute ignoriert, nicht einmal die heavy Produktion von Kollegen wie TERROR haben sie übernommen. Mit „Connect The Dots“ rasen F.I.L. in nur 29 Minuten durch 19 Songs – mit einem entfesselten Enthusiasmus, dem man sich schwer entziehen kann.
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