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PHIL ALVIN

County Fair 2000

Es gibt bekanntlich die eher wissenschaftlich definierte Unterscheidung von U- und E-Musik. Bei mir wird das noch erweitert, spitzfindig reklamiere ich für meine Wenigkeit noch die persönliche Reviewer-Unterscheidung von „Partymusik“ und „Hörmusik“. Rumflippen und Glas schwingen oder besser doch konzentriert zuhören? Nun, auch bei Phil Alvins zweitem Solo-Album von 1994 kann ich das bei beiden nicht klar trennen. Der THE BLASTERS-Tüftler, der seit Ende der 1970er Jahre zu Beginn mit THE NIGHTSHIFT agierte, hatte nämlich auch hier derart viel in petto, dass sich eine Kategorisierung schon aus purem Anstand verbietet. Es gibt Blues, Jazz, Rock’n’Roll, Swing und Artverwandtes. Vier der 16 Songs spielte er mit seinen BLASTERS ein, während er, allgemein für seine hohe Ansprüche bekannt, die Scheibe in fünf (!) verschiedenen Studios aufnahm. Sogar privat mit eigenem Mikrofon wurden noch einzelne Puzzleteile eingespielt. Wir hören Hillbilly/Country wie bei „Keep in touch“, Swing wie im Song „What’s the reason I’m not pleasin’ you“ oder mit „Callin’ Corrine“ einen schönen Blues. Eine Reise zu den feinen musikalischen Ursprüngen, die uns bis heute alle prägen.

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