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PLATTENBAU

Cursed

Das Debüt „Shape/Shift“ der Berliner Expat-Band PLATTENBAU kam zwar erst 2022 und „Net Prophet“ folgte 2023, doch erste Demos gab es schon 2015. Das bis heute stabile Line-up steht seit 2019, setzt sich zusammen aus Lewis Lloyd (voc, key), Sally Brown (bs, voc), Brandon Walsh (dr) und Jesper Munk (gt, key). Bei letzterem Namen brauchte es eine Weile, bis bei mir der Groschen fiel: ja, der ist (zusammen mit Lewis) auch bei PUBLIC DISPLAY OF AFFECTION musikalisch ähnlich unterwegs, war (und ist wieder) aber vor allem als Solo-Artist in einer ganz anderen Region erfolgreich. Auf „Cursed“ präsentieren sich PLATTENBAU, die immer noch auf dem Label von Oliver Ackermann von A PLACE TO BURY STRANGERS veröffentlichen, als äußerst eigenwillige Band. Der britische Post-Punk der frühen 1980er ist ihre Basis, doch während sie live in erster Linie eine intensive, direkte, laute Punkband waren, präsentieren sie sich bei den Studioaufnahmen diffiziler: den markanten Bass-Sound kann man in Tradition von RED LORRY YELLOW LORRY sehen, das hallige, psychedelische Schweifen in „Rest in power“ erinnert an Helios Creed und seine famosen CHROME. Wie das mit der Selbstbeschreibung „post-ideological surrealism“ zusammengeht respektive wie sich das in musikalische Bestandteile zerlegen lässt, müsste man mal mit den Beteiligten diskutieren. Spannende Platte, die beim Opener allerdings eine kleine Herausforderung bereithält: Soll das auf 33 oder muss es auf 45? Die Antwort ist nicht ... 42, sondern: 33.

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