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SPLENDORS

Das ist Punk und keine Kunst

Auch wenn SPLENDORS gleich im ersten Song „Tinnitus“ die berühmten drei Akkorde besingen – sie haben definitiv mehr drauf. Die Band wurde laut Info schon Ende der 1980er Jahre gegründet. Und da frage ich mich schon, warum ich erst jetzt von ihnen höre. Denn das, was da aus den Boxen hämmert, ist ziemlich fähiger deutscher Punkrock oder meinetwegen auch Deutschpunk, ein bisschen Rock oder Metal dazu, dabei durchaus eingängig mit netten Singalongs und mitgrölkompatiblen Refrains. Das klingt schon wie Ende der 1980er, als Deutschpunk langsam wiederkam. „Gib niemals auf“ ist so ein Song, der mich gut abholt. Freundschaft wird ganz großgeschrieben, und immer führt der Weg nach vorne wie bei „Attacke“. Auch wenn sie bei „Gute Freunde“ zurückblicken „Ein Wunder, dass ich hier noch steh ...“, heißt es in diesem Song. Und das dürfen wir alten Säcke auch mal denken. „Im Leben selbst bestehen“ als Hauptaufgabe, bei „Gute Reise“ um alte Freunde trauern und immer im „Seelenkrieg“, ein Gefühl, das ich selbst sehr gut kenne. Klar geht es auch mal um „Suff und Liebe“ – irgendwie wäre ich sonst auch enttäuscht. Auch wenn ich heute schon längst tot wäre, wenn ich nicht vor 25 Jahren die Reißleine gezogen hätte. Ihr merkt, die Platte berührt so einiges in mir. SPLENDORS hätten gut mit Bands wie MOLOTOW SODA oder auch RISIKOFAKTOR auf die Bühne gepasst. Ich drehe jetzt noch mal die Platte um ...

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