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DEAD DATES

Lang genug gewartet

Der CASHBAR CLUB ist Geschichte. Das Fortuna-DJ-Pult im Rheinstadion verwaist. Und doch ist er auf einmal wieder da: Opa Haefs unverwüstlich. Einer der bekanntesten, vom Wirken her zwar ältesten, doch mental jüngsten Punkrocker Düsseldorfs hat eine neue Band. Und diese klingt so lebendig, wie es der Plattentitel vermuten lässt, denn wer lang genug gewartet hat, der ist eben glücklich bis euphorisch, wenn er denn nicht mehr warten muss und endlich loslegen kann. Die DEAD DATES tun das, indem sie Elemente von RAMONES (die laut Text natürlich „ballern“), CLASH, oldschooligem 77er-Punk und DTH in Songs über die gute alte Zeit, die plötzlich irgendwie wieder da ist und krachend ins Leben bricht, miteinander vermengen. „Ich will noch mehr!“, singt Opa. Auch mal auf Englisch: „The party starts here!“ Es wird den alten Helden gehuldigt. Inmitten der Nostalgie wird alles auch wieder auf Anfang gestellt: „Ein neues Leben – nie mehr zurück!“. Und am Ende haben DEAD DATES vielleicht eine erwartbare Platte hinbekommen, aber auch eine, die mit wunderbar punkigen Arrangements überzeugt und von Sekunde eins an die gute Laune mit offenen Händen raus in die Welt schmeißt. Und manchmal auch die Wut: Derjenige, der in „Wenn ich du wär“ eine Post-Freundschafts-Abreibung bekommt, die sich gewaschen hat, möchte man auf gar keinen Fall sein.

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