
Ein krasser Comic von den Philippinen (!), der dem Zombie-Genre eine weitere, sehr coole Facette hinzufügt. Hier mischen sich viele Dinge des klassischen Zombie-Horrors mit Splatter, Action und Videospiel zu einem rasanten Gemetzel. Der Zeichenstil von AJ Bernardo und Josel Nicolas ist beeindruckend, denn sie schaffen es irgendwie, Frank Miller, Mike Mignola und Referenzen an „Emily Strange“ zu einem eigenen Stil zu vermischen. An Frank Miller erinnert natürlich in erster Linie der klare Schwarzweiß-Kontrast, der durch eine dritte Farbe (logischerweise Rot) ergänzt wird. An klassischem Zombie-Horror orientiert ist die Erweckung der Untotenarmee durch einen Meister: hier ein zehnjähriges Mädchen mit enormer Widerstandskraft. Die Story: Ein Fernsehteam ist zufällig in der Nähe, als eine Party der verkommenen oberen Zehntausend von einer Zombiearmee unter der Leitung des kleinen Mädchens angegriffen und bildgewaltig abgemetzelt wird. In videospielartigen Panels wird der Killscore eingeblendet, wobei die „erledigten“ Protagonisten rot eingefärbt werden. Wie in Videospielen gibt es auch immer wieder den „Gesundheitszustand“ oder Waffenfundstücke mit Bonusfähigkeiten. Während die Partygäste sich mit schwerem Gerät verteidigen, meucheln die Zombies mit Sicheln, Zähnen und Macheten. Das Tempo ist atemberaubend, die Zeichnungen sind exakt und trotz fehlender Schattierung doch verblüffend detailreich, wo es nötig ist. Obwohl die Fertigstellung sieben Jahre dauerte, wirkt „Death Be Damned“ wie aus einem Guss und hält durchgehend sein hohes zeichnerisches und erzählerisches Niveau. Am Ende gibt es, wie immer bei Dantes, einen Appendixteil mit Erläuterungen.
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #179 April/Mai 2025 und Kalle Stille