
DEATH LENS machen schnell klar, dass auf dem Nachfolger zu „Cold World“ einiges durcheinandergewirbelt wird. Dabei fängt mit dem Opener „Monolith“ alles erstaunlich ruhig an. Spanischer Gesang zur Akustikgitarre – bis die Band, nur Sekunden später, den Punk auf zehn stellt und die Stimmung für „What’s Left Now?“ vorgibt. Irgendwo zwischen den poppigen IDLES und Machine Gun Kelly hat die Band aus Südkalifornien ihre Mischung aus Punk, Indierock und Hardcore noch einmal geschärft. Songs wie „Power“ oder „Off the edge“ liefern sofortige Moshpit-Momente, während Tracks wie „Drown“ oder „Out of my skin“ mehr auf Atmosphäre und aufrichtige Texte setzen. Dabei bleiben DEATH LENS sich inhaltlich treu: Hier gibt es persönliche Geschichten, soziale Realität und die Perspektive von Menschen aus der Arbeiterklasse. Dabei greift besonders „Saints in the panic room“ die Angst vor den ICE-Razzien in den USA auf. „What’s Left Now?“ ist das bislang reifste Album der Band, die die Zeichen der Zeit erkannt hat. There’s no revolution without the right soundtrack. Und dieses Album könnte den Anstoß geben.
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© by Fuze - Ausgabe #118 Juni/Juli 2026 und Arne Kupetz
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