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P. PAUL FENECH

Demon Seed Rising

Vor über dreißig Jahren kam der Begründer des Psychobilly-Genres P. Paul Fenech auf die Idee, abseits seiner Hauptband THE METEORS ein Soloprojekt ins Leben zu rufen, wo er artverwandte, aber auch andere Klänge zuwege brachte. Nun liegt sein elftes Solo-Studioalbum vor. Diesmal hat der Unverwüstliche 18 Tracks hinbekommen. Das führt dazu, dass das Ganze zusätzlich auf eine Doppel-LP gepresst wird. Wirkliche Überraschungen gibt es wenige, aber er zockt die Songs gewohnt souverän und packend. „Witchburner“ ist schier genial und das folgende „Not enough time“ beginnt mit heftig klackerndem Kontrabass und könnte stilistisch durchaus auch ein Stück seiner THE METEORS sein. Es kommt abermals mit bitterbösem Gallensaft angereichert in die Gehörgänge seiner getreuen Anhängerschaft. „There ain’t enough time to say how much I hate you“, feuert er da los. Alles andere hätte mich auch gewundert. Der Output von Fenech ist wirklich beeindruckend. Je älter er wird, je mehr Scheiben bringt er heraus. Und dies alles ohne Druck- und Qualitätsabfall. Das soll man erst einmal schaffen. Meine Favoriten sind „Eye oft the crow“, „Rattle my bones“ (auch gut THE METEORS-tauglich) und „Cold cold ground“. Ein zusätzliches Plattenregal wäre angebracht für alle Jünger dieses Musikers ...