
Zwar steht das US-Quintett seit jeher ein wenig im Schatten der vermeintlich ganz großen Namen der Metalcore-Szene. Doch im Verlauf von nun schon 20 Jahren hat sich der Fünfer aus Ohio dennoch eine stattliche und vor allem loyale Fanbase erspielt. Die bekommt jetzt Album Nummer neun auf die Ohren – und wird von den hier gebotenen 13 Tracks ganz sicher nicht enttäuscht sein. Im Gegenteil! Kracher wie „That same place where the flowers never grow“, „Ritual“, „Everybody knows“ oder „So low“ gibt es nun schon seit einiger Zeit zu hören. Wer aber dachte, dass sich die Band für die Vorab-Auskopplungen die einzigen Highlights der Scheibe herausgepickt haben, der irrt gewaltig. „For you“ beispielsweise beginnt als wehmütige Ballade und türmt sich schnell zum mitreißenden Riff-Brecher auf. „Eyes“ wiederum ist eine sample-durchsetzt und epische Achterbahnfahrt. Und „My paradise“ als Schlusstrack liefert dann noch einmal das große und packende Finale. Ausfälle? Fehlanzeige! Denn nie klang das gesangliche Wechselspiel zwischen Schreihals Mike Hranica und Jeremy DePoyster harmonischer als hier. Nie gab es eine solche Hit-Dichte. Nie agierten die US-Amerikaner so reif und überzeugend. Bedeutet schlicht und ergreifend: Nie waren THE DEVIL WEARS PRADA besser!
© by Fuze - Ausgabe #88 Juni/Juli 2021 und Anton Kostudis
© by Fuze - Ausgabe #96 Oktober/November 2022 und Anton Kostudis
© by Fuze - Ausgabe #115 Dezember 2025 /Januar 2026 2025 und Anton Kostudis
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