
So ganz durchdrungen habe ich die Idee von Remix-Alben bisher noch nicht. Remixe sind meiner Meinung nach ähnlich wie Coverversionen, nur dass man sich offenbar des Originalmaterials bedient und dieses verändert oder anreichert. Wahrscheinlich muss bei der Faszination für solche Alben auch mitbedacht werden, wer da eigentlich die Mixe abliefert. Von den sieben Soundkünstler:innen, die hier Hand an Tracks von DINA SUMMER anlegen, ist DJ Hell wahrscheinlich der bekannteste, hinzu kommen noch diverse andere, die Frontfrau Dina Summer für diesen Release auf dem Berliner Iptamenos-Label selbst ausgewählt hat. „Disco goth“ heißt einer der Songs und als Beschreibung ihres Sounds ist das sehr treffend. Electro, Techno, EBM und Dark Wave flirren hier gemeinsam durch den Bodennebel und das klingt besonders gut, wenn man die Anlage etwas lauter aufdreht als Zimmerlautstärke. Die hier enthaltenen Mixe gehen noch stärker in Richtung Techno mit Trockeneis als das Originalmaterial, was mir gerade überraschend gute Laune macht. Nicht nur einmal fühle ich mich positiv an BOY HARSHER und NEW ORDER erinnert. So groß sind die Unterschiede zu den Originalen für einen Electro-Lehrling wie mich zwar insgesamt nicht, die Tracks fügen sich aber deshalb sehr gut ins Gesamtwerk von DINA SUMMER ein.
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #178 Februar/März 2025 und Gary Flanell
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