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GRÓA

Drop P

„Die einzige Regel, die wir befolgen, ist, dass es keinen falschen Weg gibt, etwas zu erschaffen“, meint Káro, die Gitarristin und Sängerin von GRÓA. Das sagen sie alle – in unterschiedlichen Abwandlungen zwar, aber ohne Ausnahme. Und spielen dann die generischste Musik, die die Menschheit jemals hervorgebracht hat. Nicht so das isländische Trio! Der flüchtige Blick auf den Promozettel weist dessen viertes Album „Drop P“ vor allem als Punk aus, aber diejenigen, die keine Abneigung gegen „Art-Punk, Noise, Avantgarde und experimentellen Rock“ verspüren, machen hier auch nichts falsch. Mit dem Wechsel zu One Little Independent setzen die drei Isländerinnen in der ersten Hälfte von „Drop P“ auf Englisch, um kleine, vergnügliche und skurrile Szenen mit hohem Wiedererkennungswert in Szene zu setzen. Die isländische Sprache kommt erst in der zweiten Hälfte zum Zug. Mit dem sprachlichen Wechsel kommt ein höheres Maß an experimentellem Wagnis zur Entfaltung, als ob die Sicherheit in der Muttersprache zu einer größeren musikalischen Risikobereitschaft beiträgt. GRÓA spielen mutigen, mit Bläsern versehenen Punk, der künstlerisch anspruchsvoll und humorvoll, ekstatisch und neuartig gleichermaßen ist.

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