
Bereits im August erschien das Epitaph-Debüt von POOL KIDS, und wenn man es abkürzen will: eine gute Indie-Pop-Platte. Wenn man etwas in die Tiefe gehen will: Die elf Tracks sind aus einem Guss und es steckt so viel in den Details, dass an manchen fast bemängeln könnte, dass es überproduziert ist. Es geht vergeht eigentlich kein Song ohne eine Effekt auf der Stimme hier, eine reinflirrende Gitarre da, oder sonst etwas. Das mag hier und da vielleicht schon ein wenig überfordern, ingesamt aber macht es „Easier Said Than Done“ zu einem runden Ding. Irgendwo zwischen dem aktuellen Emo-Revival und Indie-Slackertum pendelt „Easier Said Than Done“ hin und her und bringt bei jedem Durchlauf wieder neue Facetten hervor. War die Twinkle-Math-Rock Gitarre eben auch schon da? Der Song ist eben doch gar nicht so aufgefallen? „Easier Said Than Done“ will viel, macht viel, verbirgt viel, ist manchmal vielleicht zu viel, aber am Ende lässt es einen versöhnlich zurück mit dem Gefühl, eine gute Indie-Pop-Platte gehört zu haben. Wie bereits am Anfang bemerkt.
© by Fuze - Ausgabe #114 Oktober/November 2025 und Sebastian Koll