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AM MITTELPUNKT DER ERDE

Edgar Rice Burroughs, Jean-David Morvan, Rafael Ortiz

Edgar Rice Burroughs ist heute vor allem als Schöpfer von „Tarzan“ bekannt. Dabei war er auch ein Vorreiter der Science-Fiction, speziell im Genre der sogenannten Planet Opera: Ob romantisch in „Die Prinzessin vom Mars“, monströs und wild in „Das vergessene Land“ oder episch und wissenschaftlich im Klassiker „Am Mittelpunkt der Erde“ – immer verstand es Burroughs, Abenteuer und Forschung in seinen Geschichten zu verbinden. Nun erweckt der Comicautor Jean-David Morvan das letztgenannte Werk als Graphic Novel zu neuem Leben. Zum Inhalt: Nichts hätte den Prospektor David Innes und den Erfinder Abner Perry darauf vorbereiten können, was sie zu Gesicht bekommen, nachdem sie sich mit ihrem revolutionären Tunnelfahrzeug tief ins Innere der Erde gebohrt haben. Sie finden einen neuen Kontinent und müssen erkennen, dass die Erde offenkundig hohl ist. Das entdeckte Land, das sie Pellucidar taufen, ist von üppiger Vegetation überwuchert und wird von prähistorischen Tieren ebenso bewohnt wie von primitiven menschenähnlichen Wesen. Eine Nacht gibt es zudem nicht, denn die rätselhafte Sonne dieser Welt steht ewig still in deren Zentrum. Sprich: Alles ist anders als an der Oberfläche – und doch existiert auch unter der Erde ein Gesetz des Lebens, das dem Forscher-Duo nur zu bekannt ist: Die Starken herrschen – und die Schwachen werden unterdrückt, klein gehalten mit Gewalt. Innes und Abner wollen dem als der Aufklärung verpflichtete Geister der Wissenschaft und des Humanismus entgegentreten. Gezeichnet wurde diese Geschichte von Rafael Ortiz in üppigen bunten Farben und auf großen, maximal ausladend bebilderten Seiten, wenn man so will, als Comic im Cinemascope-Format.

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