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EIDOLA

Mend

Mit dem zweiten Album in nur knapp einem Jahr präsentieren EIDOLA nun das Gegenstück zu dem 2024 erschienenen „Eviscerate“, wobei es so was die andere Seite der Medaille darstellen soll, als Teil zwei eines Doppelalbums. Dabei ist „Mend“ in seiner Gesamtheit ähnlich verspielt und anspruchsvoll, insgesamt aber eher die Lichtgestalt, während „Eviscerate“ der dunkle Bruder war. Nylongitarren, Klavier und Pop-Produktion statt siebensaitiger Gitarren und Death-Metal-Produzent. EIDOLA zeigen, dass sie auf beiden Gebieten zu Hause sind und überzeugen können, und werden so zum Chamäleon ihres eigenen Sounds. Wer bislang an EIDOLA vorbeigekommen ist, sollte sich dieser Band nicht weiter verweigern, „Mend“ ist virtuos und verrückt, gleichzeitig aber wie ein warmer Sommerregen für die Seele. Nie hätte ich gedacht, mal im Fuze das Adjektiv „funky“ in einem wohlwollenden Kontext zu verwenden, aber verdammt noch mal, ist das funky! Natürlich muss man den Elefanten im Raum wenigstens einmal kurz zunicken, denn die Parallelen zu DANCE GAVIN DANCE liegen nicht nur in personeller Hinsicht auf der Hand, aber wen interessiert das? Die Band selbst kommentiert das mit einem Augenzwinkern (siehe das Video zu „Prodigy“) und so kann man sich einfach zurücklehnen und mit „Mend“ ein Ausnahmealbum einer Ausnahmeband genießen, das man sich auf jeden Fall jetzt schon für die Top-Listen 2025 notieren kann.

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