
2022 hat das Berliner Trio EINSEINSEINS sein Debütalbum „Zwei“ (zuvor war nur 2016 eine EP mit fünf Stücken erschienen) auf Tonzonen veröffentlicht, jetzt gefolgt von „Energie“. Die Selbstbeschreibung lautete damals „Krautklang aus dem All“ (dennoch kommt die Band nicht aus dem Weltall, sorry), als Verweis auf die prägenden Einflüsse von krautrockiger beziehungsweise komischer Musik, ebenfalls gut heraushören lassen sich dabei Bands wie etwa KRAFTWERK, TANGERINE DREAM, TRANS AM oder URLAUB IN POLEN, alles mit einem deutlichen Augenzwinkern versehen. EINSEINSEINS bieten musikalisch versierten Elektro-Rock zwischen analoger Retro-Electronica und treibendem, kantigem Post-Rock, SHELLAC sind manchmal auch nicht weit. Ein bisschen drüber sind dabei zum Teil die gesanglichen Experimente (das Album „Trans“ von Neil Young kommt einem dabei in den Sinn), was der Musik manchmal die Ernsthaftigkeit nimmt und wohl vor allem unter dem Stichwort Selbstironie verbucht werden muss. Man gewöhnt sich aber daran, da die musikalische Basis dafür ansonsten umso wuchtiger und überzeugender ist. Aber vielleicht macht gerade dieses besagte Augenzwinkern das neue Album der kosmischen Kuriere aus Berlin ja wieder so vergnüglich wie den Vorgänger – reichlich positive Energie besitzen EINSEINSEINS auf jeden Fall.
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #183 Dezember 2025/Januar 2026 2025 und Wolfram Hanke
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