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SCOTT HEPPLE AND THE SUN BAND

English Mustard

Gleich zwei Bandschreibweisen auf dem gleichen Album (mit AND und mit &): wir Datenbankfuzzis lieben das ... Und apropos Cover: das ist von ausdrücklicher Banalität und hat was von einem Stilleben. Vorne mittig ein Glas Senf mit dem Bandnamen darauf, dahinter Käseplatte, Obstteller und Torte. Bandfotos finden sich im Inneren nur in Form von Schnappschüssen in blassem Seventies-Look, im Netz gibt es aber welche, und da sehen Scott und seine SUN BAND aus, als habe man sie per Zeitmaschine von Mitte der 1970er in die Gegenwart teleportiert: Zottelfelljacken, lange Haare, Hemden mit riesigem Kragen ... Das Debüt „Ashes To Wildflowers“ erschien 2023, das Mini-Album „Lama“ kam 2024, danach hat Lee Dorian von Rise Above und CATHEDRAL den Vierer für sein Sublabel Popclaw gesignt. Das Gute an Hepple und Co.: So retro das alles ist, so lahm würde das wirken, käme es von gesetzten Herren in ihren Fünfzigern. Von den Mittzwanzigern aus Newcastle, UK mit dem nötigen Elan wirkt dieser Mix aus doomigem Rock mit Feedback-Gitarren einerseits und Beat und Psychedelic andererseits erstaunlich frisch. Die Aufnahme hat eine angenehm krachige Direktheit, hier ist nichts clean, sondern hat eher was vom Holzdielenboden des kleinen Clubs direkt nach der Show. Dass sich Bandleader Scott (voc, gt, org) und Bassistin Sophie Keith den Gesangsjob bisweilen teilen, macht die Sache noch abwechslungsreicher. Warum zwei Songs deutsche Titel haben („, Stadt/Klavier“, „Ohrwurm“) – ein Verweis auf krautige Einflüsse vielleicht? Speziell das wummsende „Ohrwurm“ ist übrigens genau das. Gute Band!

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