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DARIA

Fall Not

2022 gründeten sich DARIA in Angers im Westen von Frankreich und entwickelten sich zu einer dauertourenden Bandmaschine, die es sogar nach Nordamerika schaffte und bis 2017 fünf Alben veröffentlichte. Dann der Cut, „Impossible Colours“ von 2016, auf dem Hamburger Label Arctic Rodeo erschienen, hätte die letzte Platte sein können. Aber 2022 rauften sie sich wieder zusammen, ein Leben ohne Band ist auch nichts, und mit Pierre-Yves Sourice (bs; ex-LES THUGS, L.A.N.E.) kam frisches Blut in die Band um Arnaud Ligonnière (dr), Etienne Belin (gt) und Camille Belin (voc, gt). Und da liegt der Schlüssel zur Neuauflage: Die Brüder Eric und Pierre-Yves Sourice von den 1983 gegründeten LES THUGS spiel(t)en mit den Brüdern Camille und Etienne Belin zusammen bei L.A.N.E., die sich 2017 gegründet, aber 2021 wieder aufgelöst hatten. Erschienen waren deren Platten bei ... Twenty Something. Dann also exit L.A.N.E. (auch LANE geschrieben), re-enter DARIA. Alles klar? „Fall Not“ ist ein famoses, dröhnend lautes, aber von J Robbins sehr transparent aufgenommenes und produziertes Album, und dass die Band nicht ohne Stolz berichtet, dass eine der Vorgängerplatten von Dischord vertrieben und Ian MacKaye bei einer Show in D.C. sichtlich angetan am Bühnenrand stand, rundet das Bild ab und stellt auch klar, wo die Band sich musikalisch verortet. Konkret: Wer schon bei der Erwähnung des Namens J Robbins die Lauscher aufstellt und ahnt, dass hier eine ins persönliche Beuteschema passende Band vorliegen könnte, landet mit der Neuauflage von DARIA garantiert einen Volltreffer. Abgefahrene Gitarrenarbeit, melancholische Melodien, komplexe Rhythmik und dennoch eingängige, packende Songs – DARIA sind eine Wucht.

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