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MAITLAND

Falling Into Place

Ein Debüt wirkt selten so geschlossen wie „Falling Into Place“. MAITLAND setzen auf eine Mischung aus drängender Melancholie und klar konturierten Gitarrenflächen, die sich nicht in Nostalgie verlieren, sondern durch eine eigene Handschrift geprägt sind. Die Songs sind geprägt von einer rhythmischen Dynamik. Ruhige Passagen geben Raum für eine zugleich verletzliche und entschlossene Stimmung. Besonders auffällig ist, wie selbstverständlich die Band unterschiedliche Einflüsse miteinander verzahnt: Post‑Punk trifft auf warme Indie‑Melodien, während einzelne Shoegaze‑Momente das Gesamtbild weiten. THE NATIONAL, CHAMELEONS, SLOWDIVE, INTERPOL, EDITORS oder THE SMITHS könnten hier Orientierungshilfen gewesen sein. Trotz seiner Vielschichtigkeit bleibt das Album zugänglich. Die Songs folgen keiner starren Formel, sondern entwickeln sich organisch, oft getragen von einem Gesang, der durchaus und teils an Lana Del Reys typischen Hollywood Sadcore erinnert („Dramatic irony“). Diese Zurückhaltung verleiht den Liedern eine gewisse Nahbarkeit, die im Kontrast zur oft kühlen Ästhetik des Albumcovers steht. „Falling Into Place“ könnte ein Album sein, das sich als Grower entpuppt. Kickt eventuell nicht beim ersten Hören, aber entfaltet sich über die Zeit und durch vielfache Wiederholungen. Lautstärke ist hier nicht so bedeutend, sondern die Stimmung.

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