
HERBST IN PEKING von heute haben mit der 1987 in Ost-Berlin gegründeten Band, deren „Bakschischrepublik“ und legendäre Live-Auftritte gefeiert wurden, rein gar nichts mehr zu tun. Damals stand die Band für Alternative Rock und Punk. Auf dieser CD dominieren Electronic, Doom und Dub in einer sehr speziellen Form. Düsternis kämpft mit poppigen Elementen, spacige Gitarren verdrängen Geräusche, die Voodoo-Box lässt Raum für die Stimme. Alles sehr mystisch und kryptisch. Textlich starten wir mit der Zeile: „Alles ist im Werden“ und wir enden mit: „Und die Sonne, explodiert in Wien“. Hier wird Shakespeare mit Rilke und Thomas Brasch kombiniert. Hier fließen Rex Joswigs dystopische Gedanken in verklausulierte Aussagen, die durch den Sprechgesang die notwendige Wirkung erhalten. Ein Vergleich fällt eher schwer, der Band kann man vielmehr seit ihrem Album „Maritime Noir“ eine gewisse Eigenständigkeit attestieren. Aktuell liegt die CD-Version im Digipak vor, eine Vinylauflage ist in Planung.
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #183 Dezember 2025/Januar 2026 2025 und Arnim Bohla
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #126 Juni/Juli 2016 und Markus Kolodziej