
Nach 30 Jahren erscheint nun die Debüt-LP der Schweden aus Linköping, wie sie selbst sagen. Die lange Geschichte beginnt allerdings schon 1988, als sie sich unter dem Namen PREHISTORIC gründeten. 1995 verpassten sie sich den passenden Hardcore-Namen FIRST IN LINE (auch unter F.I.L. zu finden) und veröffentlichten bis 2000 Kleinformate wie Kassetten, eine 7“ sowie eine Split-7“. Dann war die Band Geschichte. 2008 reaktivierten sie sich und brachten drei EPs raus, zwei davon selbst gebrannt. Auf „Connect The Dots“ finden sich 19 Songs in ganzen 30 Minuten. Dabei musste ich sofort an MINOR THREAT denken, wenn man deren langsameren Stücke weglässt. Trotz dieser Menge an kurzen Tracks horcht man bei ein paar Songs gleich auf, da sie deutlich herausstechen, etwa „Comparing dicks“ oder „Connect the dots“. Das gefällt mir alles verdammt gut. Die Produktion ist druckvoll und im Vergleich zur letzten EP „Wake Up“ ein riesiger Schritt nach vorn. Inhaltlich geht es sehr politisch und sozialkritisch zu, die Band widmet sich recht viel dem toxischen Machotum, der Ausbeutung von Arbeitnehmern und der Atombombe, die sie uns nach Putin wieder ins Gedächtnis rufen („Open minded Oppenheimer“). Das Cover ist schön düster und im Inlay sind alle Texte abgedruckt. Top.
© by Fuze - Ausgabe #114 Oktober/November 2025 und Ingo Rieser
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #179 April/Mai 2025 und Roman Eisner
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #147 Dezember/Januar 2019 und Joachim Hiller