
Über Joe Foster (UNITY, IGNITE, BLOOD DAYS, WINDS OF PROMISE) kam ich auf die Band FLAME, die aus Odessa in der Ukraine stammt. Früher traten sie unter dem Namen HOMESICK in Erscheinung und brachten es zwischen 2010 und 2024 auf elf Veröffentlichungen in verschiedenen Formaten und Längen. Allen war gemein, dass auf Ukrainisch gesungen wurde.„Means For Change“ wurde nun als FLAME komplett auf Englisch eingesungen. Würde man mir unbekannterweise die CD vorspielen und ich müsste raten: das ist so was von Orange-County-Hardcore, dass es eigentlich nur von dort kommen könnte. OCHC at its best. Verdammt melodisch, mit langsamen und schnellen Parts, der Bass ist an den richtigen Stellen im Vordergrund und der Gesang ist ein Gesang und kein Gegröle. Und auch textlich versuchen sie, die positiven Seiten oder Möglichkeiten im Leben aufzuzeigen, etwa in „Here and now“ oder auch wenn es heißt: „United as one through darkest days“. Aber natürlich überwiegt die Verzweiflung, wenn über dir die Bomben runterkommen, wie es in Odessa der Fall war und ist („Under the sirens“) und du nicht mehr weißt, wie du deine Familie ernähren sollst („Tenacity“). All das packt einen. Wohl schon jetzt meine Platte des Jahres, die ich bestimmt schon 30 Mal gehört habe. „We are the hardcore. You are the hardcore“. Wow!
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #181 August/September 2025 und Roman Eisner
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #180 Juni/Juli 2025 und Roman Eisner