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FLATLINE #4

„In memorian Christian Schmidt“ steht groß auf dem schwarzen Frontcover. Da ist also schon klar, um wen und was es hier geht. Wer sich in der Zine-Szene herumtreibt, ist Christian wahrscheinlich irgendwann einmal begegnet, denn in Sachen Zines war er eine sehr zentrale Person und ein Experte par excellence. Seit er 2001 beim Archiv der Jugendkulturen angedockt hat bis zu seinem plötzlichen Tod 2024 war er immer mit dem Format in all seinen Erscheinungen verbunden. Somit war der Gruppe, die nun Flatline #4 zusammengestellt hat, sofort klar, dass ein Nachruf auf Christian eigentlich nur im Zine-Format erscheinen kann. Und dieses Heft ist so hübsch und mit viel Liebe gemacht, dass mir als ehemaliger Printzine-Macher vor Rührung fast die Tränen kommen. Ein schönes Cut & Paste-Layout trifft hier auf unglaubliche viele Geschichten, die Zine-Macher:innen mit Christian Schmidt erlebt haben, und auch das wahrscheinlich letzte Interview von ihm mit dem englischsprachigen Papercore-Zine ist hier zu finden. Das Schönste an der Sache ist allerdings wohl, dass die Redaktion, die diesen wirklich tollen Nachruf in Zine-Form zusammengestellt hat, sich zunächst gar nicht untereinander, aber jede:r Christian Schmidt persönlich kannte – und das zeigt doch, wie verbindend er für die Zine-Szene war und für einige Zeit noch bleiben wird.

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