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PRETTY LITTLES

Force

2012 veröffentlichten die 2008 gegründeten THE PRETTY LITTLES aus Melbourne, Australia ihr erstes Album „I Am Not From A Small Town“ – im Alleingang, auf CD, keine im Angebot bei Discogs. fünf weitere Platten folgten, nach „Mash“ (2013) und „Gospel!“ (2015) kamen „Soft Rock For The Anxious“ (2016), „Skeleton Run“ (2018) und „Weekend Away“ (2020) immerhin auch im LP-Format, aber es würde mich wundern, wenn mehr als ein paar Oz-Urlauber hierzulande das Vinyl im Regal stehen hätten – wenn Discogs nichts listet, sieht es gewöhnlich düster aus. Mit „Force“, ihrem siebten Album, hat sich das nun geändert, der australophile Gregor Samsa aus Hamburg hat einmal mehr feinster Musik aus Australien den Weg nach Europa geebnet. THE PRETTY LITTLES sind keine jener rauhbauzigen Aussie-Bands in der COSMIC PSYCHOS-Nachfolge, aber auch weit weg von der Nick Cave-Bubble oder dem wütenden Punk von CLOWNS und Co. Stattdessen atmen sie für mich die große Songwriting-Tradition von THE CHURCH, aber auf einer Garage-Rock-Basis. Mit „Force“ und „Australien dream“ haben sie gleich zwei fast schon epische Songs auf dem Album, die das Zeug mitbringen, auf sommerlichen Festivals von hunderten ergriffenen Menschen mitgesungen zu werden – sogar Feuerzeuge fände ich in diesem Kontext nicht peinlich. Speziell bei „Australian dream“ (für Sänger und Gitarrist Jack Parsons der auch inhaltlich wichtigste Song) kommen Erinnerungen an Bruce Springsteen und Neil Young auf, an THE HOLD STEADY. Wenn ich hier eine Bitte an PRESS CLUB äußern dürfte: Bringt THE PRETTY LITTLES mit auf Tour.

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