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FRANK CAPPA

Manfred Sommer

„Der Krieg ist nicht romantisch. Der Krieg ist entwürdigend, eine dreckige Schweinerei, die schlimmste Form menschlicher Idiotie“, entgegnet Journalist Frank Cappa einem jungen Mann, der sich auf der Suche nach Abenteuer mit der Begründung, lieber exzessiv leben zu wollen, als zu Hause zu versauern, als Söldner verpflichtet. Später findet der Leser eben jenen Abenteurer im Rollstuhl wieder, Arme und Beine amputiert. Ja, Manfred Sommer ist alles andere als zimperlich, wenn es darum geht, seinen Standpunkt unter die Leute zu bringen. Zwar spielen viele, aber nicht alle der hier erstmals komplett in deutscher Sprache versammelten Cappa-Geschichten in Kriegs- und Krisengebieten. Dennoch gibt es mit den vielfältigen Ausprägungen menschlichen Leidens und dem immer unterschwellig mitschwingenden melancholischen Unterton einen zentralen gemeinsamen Nenner. Sommers „Frank Cappa“ schreckt auf, prangert an und lässt nachdenken. Dabei geizt der seit den frühen 1980ern und damit erst ab einem recht späten Lebensabschnitt als Comickünstler aktive Spanier (1933-2007) nicht mit Gesellschaftskritik und verfällt nur selten in Klischees, obwohl die weltweit von Vietnam über fiktive afrikanische Konfliktherde bis hin zu Nicaragua angesiedelten Erzählungen sehr dazu einladen. Dieser üppige Hardcoverband versammelt 15 zwischen 1981 und 1989 erschienene „Frank Cappa“-Episoden, gezeichnet mit sachlich-realistischem Strich und bis auf wenige Ausnahmen schlicht in Schwarzweiß gehalten. Ergänzt um diverse interessante Zusatzinformationen in Vor- und Nachworten sowie etliche Skizzen und andere Gimmicks, bietet sich hier sowohl für Fans als auch für Neueinsteiger eine umfangreiche Werkschau.

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