Foto

GROOVIE GHOULIES

Freaks On Parade

So ganz kapiert habe ich nie, warum Kepi Ghoulie 2007 den Stecker zog bei seinen GROOVIE GHOULIES. Musik macht er weiterhin solo, und bei den GROOVIE GHOULIES war er Sänger und Songwriter. Das müsste man ihn mal fragen. In die Gegenwart gerettet hat er den Bandnamen und die Platten jedenfalls, in einem weltweiten Labelverband wurde in den letzten Jahren diverse Groß- und Kleinformate neu aufgelegt und sie bestehen locker den „test of time“. Denn was zwischen 1983 und 2007 auf Dutzenden Platten veröffentlicht und zigmal auch auf deutschen Bühnen dargeboten wurde, war wohl die beste Umsetzung der famosen Zweierbeziehung aus Punk und Pop jenseits der RAMONES. Die nämlich (und die DICKIES) stecken hier prägnant drin, wobei es Kepi mit seinem markant-nöligen Organ und einem Händchen für eingängige Songs mit Themen von Ghouls bis Girls zu solcher Fertigkeit brachte, dass da bis heute quasi keine andere Band rangekommen ist. Auf der A-Seite dieser grellgelben 12“ finden sich die Songs der 2001 auch schon auf Stardumb aus Rotterdam veröffentlichten „Freaks On Parade“-EP, und auf der Flipside gibt’s in etwas rougherer Qualität sechs weitere Songs als Bonus, die auf dem postergroßen Beiblatt als „studio rarities and hard to find tracks“ beschrieben werden. Das Artwork ist neu, Tom Neely hat es im Stile der alten Cover gezeichnet. Cool: ihre Version von „Time warp“ aus „The Rocky Horror Picture Show“. Allerbester RAMONES-Punk!

Anzeige