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DIRTY NIL

Free Rein To Passions

Die Umbesetzung am Bass durch Sam Tomlinson fällt auf dem vierten Album der Band kaum auf. Das darf durchaus als Kompliment verstanden werden, denn „Free Rein To Passions“ klingt so, wie man es gewohnt ist. THE DIRTY NIL bestechen nach wie vor mit trashigen Gitarren, einem breiten Bass und einem lauten Schlagzeug. Das ganze Album wirkt wie aus einem Holz geschnitzt, so dass man sich am Ende fragt, ob es sich um einen langen Song handelt. Besonders sticht „The light, the void and everything“ heraus, da er im Vergleich zum Rest sehr ruhig daherkommt. Er ist damit der perfekte Abschluss des Albums. Mit der bereits veröffentlichten Single „Nicer guy“ zeigen THE DIRTY NIL, dass sie es nach wie vor draufhaben, einen Pop-Song in ein Punkrock-Kleid zu stecken und dass dieser Track dann super wird. Was ich aber beim vorherigen Album „Fuck Art“ gelobt habe, fehlt mir hier. Von Experimenten mit verschiedenen Genres ist hier leider nicht mehr viel zu hören, so dass die Pop-Seite der Band mir zu sehr an Überhand gewinnt. Dadurch wirkt das Album wie ein besserer „American Pie“-Soundtrack. Reinhören lohnt sich trotzdem, THE DIRTY NIL haben nach wie vor etwas ganz Eigenes, das dem Ganzen Charme verleiht.