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FRONTALANGRIFF

Blutige Hände

Schon das selbstbetitelte Debüt war ein Kracher erster Güte. Berliner Hardcore-Punk ganz in der Tradition von VORKRIEGSJUGEND, politisch und angepisst nach vorn geknüppelt. Und so habe ich mich wie Bolle gefreut, als die zweite LP angekündigt wurde. Und das Warten hat sich gelohnt. Das neue Album macht genau da weiter, wo sie aufgehört haben. Wütender Hardcore-Punk auf der Überholspur made in Berlin. Und das ist genau der Sound, den ich mit dieser Stadt verbinde. Dass sich die vier – vorher unter anderem bei CUT MY SKIN, RAWSIDE, TROOPERS oder DARWINS RACHE aktiv – eher zufällig bei einem Videoprojekt gefunden haben, bezeichne ich mal als Wink des Schicksals. 17 Songs werden in 34 Minuten rausgehauen, passend dazu deutsche Texte direkt aus dem Bauch direkt in die Fresse und raus aus der Komfortzone, wie bei „Rattentanz“ mit Henne und Justin von RWASIDE, „GeldMachtLeid“, mit Wally von TOXOPLASMA oder „Scheiss Korrektness“ mit Sucker von OXYMORON. Anspieltipps gibt es neben den genannten Songs genug, etwa „Genug ist genug“, „Brave Kinder“, „Davos“ oder „Krieger“. Mit „Apokalypse“ gibt es als Rausschmeißer noch einen Track in bester DISCHARGE-Manier. FRONTALANGRIFF geben sich selbst, aber auch dem Rezensenten keine Atempause, ein Album wie eine Dampframme auf Speed. Hammer!

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