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GAMING - Eine Pixel-Zeitreise

Jean Zeid, Émilie Rouge

Gaming ist längst in der Mitte der Gesellschaft angekommen und heute weltweit die umsatzstärkste Unterhaltungsbranche, mehr noch als die Film- und Musikbranche zusammen. Dieses Themas haben sich Autorin Jean Zeid und Zeichnerin Émilie Rouge nun angenommen und die Geschichte der Videospiele in Comicform auf 240 Seiten anschaulich aufgerollt. Wir folgen zwei Charakteren auf ihrer Reise von den Anfängen bis zur Gegenwart der Videospiele. Dabei geht das Duo chronologisch vor und beginnt 1962 mit den ersten Spielen. Wer sich ein wenig auskennt und bereits in den 1980ern mit Videospielen in Kontakt gekommen ist, wird hier wenig Neues lernen, in schnellen Schritten bewegen sich die beiden durch die Geschichte und verbleiben selten länger als ein paar Panels bei einzelnen Spielen oder Trends. Das Ganze ist auch als „Sachcomic“ deklariert, so dass es in erster Linie um das generelle Wissen über Videospiele geht und weniger um eine Geschichte, die alles verbindet. Ältere Semester werden nostalgisch an die Zeiten von Atari, GameBoy und Co. erinnert, auf fast jeder Seite kommen einem Gedanken wie „Ach ja, das gab es ja auch mal“ oder „Stimmt, das habe ich auch gespielt“. „Gaming“ ist unterhaltsam und kurzweilig, geht aber selten wirklich in die Tiefe. Angesichts von über 60 Jahren Videospielgeschichte sind 240 Seiten aber auch zu kurz, so bleibt es meist bei oberflächlichen Erwähnungen. In zwölf verschiedene Kapitel unterteilt, etwa „Frühgeschichte“, „Konsolen“ oder „Online“, wird hier in schneller Abfolge alles kurz angeschnitten. Für Nostalgiker, die auch heute noch dem Medium gegenüber nicht abgeneigt sind, eine schöne Zeitreise und für Jüngere ein ansprechend illustrierter Blick auf die Anfänge.

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