
VELVET PARADE aus Melbourne sind ein wunderbarer Anachronismus mit einer Gesangsstimme, die zwischen Mick Harvey, Chris Bailey und vor allem Louis Tillett oszilliert. Sie orientieren sich musikalisch an THE SAINTS, THE TRIFFIDS, BLUE RUIN, der Band des ehemaligen THE BIRTHDAY PARTY-Schlagzeugers Phil Calvert, und den Alben von eben Louis Tillett, speziell seinem besten Werk „Ego Tripping At The Gates Of Hell“ (1987). „Ghost“ ist in gelungenes Debüt mit leider nur vier Songs und Whiskey-getränktem, dunklem Gesang. VELVET PARADE haben bereits mit HARRY HOWARD AND THE SAND PEBBLES zusammengespielt, der Band des Bruders von Rowland S. Howard (THE BIRTHDAY PARTY, CRIME & THE CITY SOLUTION), was sehr stimmig in der gesamten Tonlage ist. Sänger Ripley Hood kennt man vielleicht auch schon von den LIME SPIDERS, die in den 1980er Jahren einige respektable Garage-Rock- und Punk-Alben veröffentlichten.
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #177 Dezember 2024/Januar 2025 2024 und Markus Kolodziej