
Mick Coates ist ein Spätzünder, was das Musizieren betrifft. Erst im Alter von 50 Jahren, nach seinem Umzug in die alte Minenstadt Maldon in Australien, begann er, Songs zu schreiben – nur gewappnet mit einer billigen Gitarre, einem Capo und drei Akkorden. Während eines Festivals lernte er den umtriebigen Folk-Musiker und Produzenten George Mann kennen. Sie veranstalteten nächtliche Sessions am Küchentisch von Mick. Die beiden verstanden sich auf Anhieb, und so entstand die Idee eines gemeinsamen Albums. Gesagt, getan: Der inzwischen 75-jährige Mick machte sich auf in Richtung USA, „wo er ohnehin lange vorhatte, ein paar Freunde zu besuchen“. So entstand „Ghosts Of The Old West“ in den Electric Wilburland Studios nahe New York. Oldschool-Folk- und Country-Songs, aufs Wesentliche reduziert. Die Studiomusiker:innen spielen kompetent und auf den Punkt, die meist weiblichen Harmoniegesänge sind das i-Tüpfelchen.
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #184 Februar/März 2026 und Kent Nielsen