Der Brite Peter R. Hunt ist vor allem durch seine Mitarbeit an zahlreichen James Bond-Filmen der 1960er Jahre bekannt und war am Schnitt von „Dr. No“, „Liebesgrüße aus Moskau“, „Goldfinger“ „Feuerball“ und „Man lebt nur zweimal“ beteiligt. Seinen Einstand als Regisseur gab er 1969 dann auch mit einem James Bond-Film, dem unterbewerteten „Im Geheimdienst Ihrer Majestät“. Sein Schaffen als Regisseur ist überschaubar, enthält aber einige unterhaltsame Streifen. Darunter gleich zwei Adaptionen von Romanen des südafrikanischen Autors Wilbur Smith, in denen auch ein zu dieser Zeit noch aktiver James Bond-Darsteller mitspielte, nämlich Roger Moore. 1976 entstand der in Afrika kurz vor Beginn des Ersten Weltkriegs angesiedelte „Brüll den Teufel an“, der vor zwei Jahren das erste Mal komplett ungeschnitten hierzulande auf DVD und Blu-ray erschien und dessen Mischung aus Buddy-Komödie, Kriegsfilm und Drama echte Spektakel-Qualitäten besitzt. Deutlich schwächer fällt dagegen der zuvor entstandene „Gold“ aus, basierend auf Smiths Buch „Goldmine“ von 1970, eine etwas unentschlossene Mischung aus Wirtschafts-Thriller und Katastrophenfilm. Darin stören vor allem die Szenen, in denen ähnlich wie in den Bond-Filmen Moores Image als Frauenheld gepflegt wurde, obwohl er laut dem Spiegel „den Sex-Appeal eines Edeka-Filialleiters“ verströmen würde. Auf Blu-ray erschien „Gold“ bereits 2018, die Neuauflage mit anderem Artwork liefert aber keine verbesserte Bildqualität und ist ebenfalls eher durchwachsen. In der 1973 in Johannesburg spielenden Geschichte geht es um die kriminellen Machenschaften des skrupellosen Geschäftsleiters einer Goldmine, der durch deren Zerstörung den Goldpreis in die Höhe treiben will und dem Menschenleben dabei egal sind, was der von Moore gespielte Untertagebetriebsleiter Rod Slater zu verhindern versucht.
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