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JEGONG

Gomi Kuzu Can

JEGONG ist die Band des Schweizer Experimentalmusikers Reto Mäder (SUM OF R) und des Amerikaner Dahm Majuri Cipolla, der seit 2018 bei der japanischen Band MONO Schlagzeug spielt. Die hatten mich schon 2021 auf ihrem schlicht „I“ betitelten Debütalbum mit seiner Mischung aus Krautrock, Dark Ambient und Post-Rock fasziniert. Auch der Nachfolger von „I“ namens „The Complex Inbetween“ von 2023 bot mehr als profanen Neo-Krautrock („for fans of NEU!, CLUSTER, TANGERINE DREAM, SWANS, MOGWAI, SONIC YOUTH, John Zorn“ behauptet die Labelwebsite), dafür waren die hier entstehenden, von einer tighten rhythmischen Basis zusammengehaltenen Soundschichten zu originell und spannend. Definitiv ein gutes Zeichen ist, dass man den JEGONG-Sound gar nicht so richtig in Worte fassen kann, dafür sind auch die elf überwiegend instrumentalen Songs des neuen Albums wieder zu unberechenbar und eigenständig, auch wenn man die verarbeiteten Einflüsse durchaus heraushören kann – eine äußerst subtile Form des Zitierens. Mich begeistern immer Bands, die vor allem viel Wert auf eine eigenwillige Rhythmik legen, die gerade abstrakterer Musik eine besondere Lebendigkeit, Motorik und Sprache verleihen kann. Will man hier dennoch den Begriff Neo-Krautrock zur Einordnung verwenden, dann gehören JEGONG auf jeden Fall zu den aktuell herausragenderen Vertretern in diesem Bereich.

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