
„The Healing Volume“ ist das dritte Album der sympathischen Kölner Band GONG WAH, die sich nirgendwo so richtig einordnen lässt. Ihren zwischen Glam, Shoegaze, Garage, New Wave, Psychedelic und Krautrock angesiedelten Sound nennen sie selbst „Fuzzwave“ und besitzen mit Inga Nelke eine wirklich exzellente Sängerin, deren Girlie-haftes zuckriges Gesäusel immer charakteristisch bleibt. Auch bei „The Healing Volume“ gefällt mir sofort, wie unbeschwert die Band ohne Genrebeschränkungen wunderbare Pop-Songs mit analogem Flair produziert, zwischen an NEW ORDER oder frühe AIR erinnernden Elektropop, THE CURE-Melancholie und reduzierteren folkigeren Klängen. COWBOYS ON DOPE-Gitarrist Thorsten Dohle erweist sich hier wieder als versierter Songwriter, der seine Stücke mit reichlich Zitaten versieht, aber dabei nie unoriginell wirkt. Das kommt meinen Vorstellungen von unbeschwertem, aber nicht anspruchslosem Pop schon sehr entgegen, der immer leicht am Kitsch vorbeistreift, aber auch diese gut dosierte Over-the-top-Qualität besitzt, die den Songs das gewisse Etwas verleiht.
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #161 April/Mai 2022 und Thomas Kerpen
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #153 Dezember/Januar 2020 und Thomas Kerpen
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #179 April/Mai 2025 und Thomas Kerpen