
Wie auf Knopfdruck ist man in den Sixties. Willkommen in einer Welt voller Motorräder, Lederjacken, Kippen und ungesunder Substanzen. Diese Band zeigt bei Konzerten nicht ihr Gesicht, tritt lieber mit Strumpfmasken, Sturmhauben und Puppengesichtern auf. Fast wie MASKED INTRUDER aus Madison, Wisconsin. THEE HEADSHRINKERS kommen allerdings aus dem britischen Hastings und haben mit Pop-Punk nicht viel am Hut. Der Sound des Trios ist eine Mischung aus klassischem Punk, Surf, Psychedelic und Rockabilly. „Head Cheese“ heißt das Debütalbum von Rob, Gino und Stiv. Zwölf kompakte Songs über ihre vergeudete Jugend, Drogenpsychosen, anhaltende Streitereien oder Horrorfilme. Die meisten Tracks verfehlen die Zwei-Minuten-Marke. Gespielt mit einer der legendären Vox Phantom-Gitarren. Dazu Drumbeats wie vom Duracell-Häschen. Sehr krachig, sehr elektrisierend. Direkt aus der Besucherritze zwischen Sixties-Garage-Rock und britischem 77er-Punk. Aufgenommen in den Ranscombe Studios in Rochester mit Hilfe von Jim Riley (WILD BILLY CHILDISH, THE SHADRACKS). Die meisten Tracks mit dem ersten Take. Dreckig und schnell. Das Ziel der Band? Einmal im 100 Club in London auftreten. Mit „Head Cheese“ ist das Trio diesem Vorhaben ein großes Stück nähergekommen. Bisher gab’s nur Demos, Singles und EPs, jetzt also die volle Breitseite. Lang lebe der Fuzz!
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #177 Dezember 2024/Januar 2025 2024 und Wolfram Hanke