
Man beschäftigt sich mit NIGHT COLLECTORS und wieder und wieder schwenkt man über zu der Musik von SPACEMEN 3. Es liegt stilistisch nah und man muss nicht lange nach Gemeinsamkeiten suchen, denn das, was man an „Heat & Fury“ so unheimlich gerne mag, findet man so oder so ähnlich auch bei SPACEMEN 3 (oder auch bei LOOP). Leider gibt es von der Band aus San Francisco bisher nur fünf faszinierende Lieder, die auf der Suche nach Transzendenz ihr Glück in der Repetition finden. Die Wiederholungsschleifen ihres dröhnenden bis zugedröhnten Rock’n’Roll sind leider endlich. SPACEMEN 3 dienen hier als soundtechnische Blaupause. NIGHT COLLECTORS sind keine Kopie, sie klingen druckvoller und ihre Stücke sind zugespitzter und aggressiver. Diese Direktheit ist vor allem deshalb bemerkenswert, weil ihre Musik dennoch einen hypnotischen oder bestenfalls sogar narkotischen Zustand hervorruft. Soll das so? – Ja! Ist das gesund? – Das wird die Langzeitwirkung zeigen.
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #179 April/Mai 2025 und Henrik Beeke