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HENGE

Journey To Voltus B

Manchester scheint in Alien-Kreisen mittlerweile recht beliebt zu sein, und Cosmic Dross hat sich mit seinem Anspruch, das erste Label für außerirdische Musik zu sein, zu Recht dort angesiedelt. HENGE sind zwar bislang die erste und einzige Band des Labels, aber dafür umso besser aufgestellt. Bereits das unergründliche 2022er Album „Alpha Test 4“ sorgte für irritierte Blicke und Stirnrunzeln, die neue Scheibe macht’s nicht einfacher. Mit einer schon rührenden Energie setzen sich die intergalaktischen Besucher für das Wohlergehen des Planeten ein, und wenn sie dabei schwere Kaliber wie Prog-Rock-Synthesizer auf jede denkbare Art und Weise quälen müssen, ist das genauso eingepreist wie etwa ein mit Synthesizer-Flächen unterlegten Spoken-Word-Rant über Klimaschutz, Weltuntergang und den ganzen anderen Zinnober. Selbstverständlich fehlt der Platte absolut ein roter Faden, aber das ist natürlich auch nichts anderes als beabsichtigt. Die Songs wabern vor sich hin, haben kein rechtes Ziel und keine Melodie, bleiben strukturarm und krude, krasse Brüche sind immer einkalkuliert, und was interessiert denn einen Song sein Geschwätz von gestern. All das wäre für herkömmliche irdische Produktionen ein Todesurteil, doch die interstellaren Ökos stehen so dermaßen über den Dingen, dass sie sich natürlich auch irdischen Bewertungsmaßstäben elegant entziehen können.

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