
Diese mir nur durch ihren seltsam klingenden Namen und die grotesken Songtitel bekannte Band hat mich mit ihrem neuen Album „Hideous Aftermath“ so was von abgeholt. Denn SANGUISUGABOGG liefern damit ein Paradebeispiel dafür, wie gut moderner Death Metal klingen kann. Bei dem Sound bleibt mir nichts anderes übrig, als Kriegsmetaphern zu verwenden. Die Doublebass feuert in den Songs im Tempo eines schweren Maschinengewehrs und in ruhigeren Stellen trifft sie zusammen mit der Snare wie ein Kanonenschlag auf das wild tobende Schlachtfeld. Die Vocals sind abwechslungsreich und pendeln zwischen Chris Barnes’ (ex-CANNIBAL CORPSE, SIX FEET UNDER) tiefen Grunzen und Glenn Banton (DEICIDE). Ein schnell wechselndes Tempo innerhalb des Songs ist die Signatur von SANGUISUGABOGG, die auch auf dem Album weitergeführt wird, was leider die Lieder ab und an repetitiv klingen lässt. Die Drumtrigger ermöglichen dem Schlagzeuger überhaupt erst, ein so hohen Tempo durchzuhalten, dennoch ist der Klang dadurch artifiziell und mindert teilweise den Spaß beim Hören. Dennoch sind SANGUISUGABOGG eine deutlich interessantere moderne Metalband als zum Beispiel LORNA SHORE, weil sie in den Liedern Elemente aus Slam und Grind verwenden, was sie dadurch einzigartig macht und vom regulären Death Metal emanzipiert.
© by Fuze - Ausgabe #114 Oktober/November 2025 und Dennis Müller
© by Fuze - Ausgabe #114 Oktober/November 2025 und Sebastian Koll
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #183 Dezember 2025/Januar 2026 2025 und Tim Kallweit