
„We are hate“, Titeltrack und Opener des zweiten Albums „Hell Is Home, Home Is Good“ von HOPE TILL DECEMBER, beginnt mit elektronischem Flirren, bevor er kompromisslos losbrettert. Metalcore trifft hier auf melodische Feinheiten – roh und doch strukturiert. „Pray for me“ tritt als Midtempo-Brecher auf den Plan, mit sattem Gitarreneinsatz und subtilen Elektro-Sprengseln. „Gasoline“ zündet spätestens beim ersten Breakdown und entfaltet sich mit treibenden Übergängen zum idealen Moshpit-Banger. Mit „Clear eyes and open hearts“ schlägt das Album eine unerwartete Richtung ein. Eine punkige Note dominiert hier, getragen von Michael Krügers kantiger Stimme, und gipfelt in einer fast epischen Songmitte – der wohl stärkste Moment der Platte. „Coffin shaped lungs“ bringt im Anschluss noch mal alles mit, was den Körper in Bewegung versetzt – hart, direkt, Circle-Pit-tauglich. Sieben Songs, keine Aussetzer. Thematisch geht’s ums Durchhalten, ums Kämpfen – klar, direkt, wuchtig. HOPE TILL DECEMBER zeigt eine Band, die offensichtlich keinen Bock mehr auf Zurückhaltung hat. Solide Produktion, packende Momente, ehrliche Ansagen.
© by Fuze - Ausgabe #112 Juni/Juli 2025 und Mia Lada-Klein
© by Fuze - Ausgabe #112 Juni/Juli 2025 und Mia Lada-Klein