
Furios. Ein Album, auf dem gefühlt alles passiert, das Grenzen nicht austestet, sondern sie umwirft, das konzeptionell den Rahmen sprengt und doch noch Platz für ein verschmitztes Lächeln lässt und das trotz aller Gegensätze niemanden vor den Kopf stößt, sondern ein großes Ganzes bildet, so ein Werk lässt sich in einem Wort zusammenfassen: furios. Was auf „I Don’t Want To See You In Heaven“ passiert, sollte Hörer:innen, die mit THE CALLOUS DAOBOYS bereits vertraut sind, nicht grundsätzlich überraschen, die Konsequenz und der Ideenreichtum, mit dem hier harte Musik mit allerlei anderen Stilen verwoben wird, aber mitreißen. Neulinge könnten die Singles zunächst noch ein wenig in die Irre führen, denn die Band hat den Mathcore nicht komplett an den Nagel gehängt, sie sparen ihn mittlerweile aber ganze Songs lang aus. So entsteht Platz Nu Metal, Rock, cleanen Gesang und auch einen Track wie „Lemon“, der gänzlich mit dem Soundspektrum der Band bricht, der aber nicht deplatziert wirkt. Durch die gesteigerte Abwechslung wirkt das Dargebotene markanter und der Unterhaltungswert geht durch die Decke. Das wird kombiniert mit Texten, die die Verrücktheit auf ein anderes Level heben, und so haben THE CALLOUS DAOBOYS nicht nur für sich einen Meilenstein geschaffen.
© by Fuze - Ausgabe #96 Oktober/November 2022 und Rodney Fuchs
© by Fuze - Ausgabe #112 Juni/Juli 2025 und Christian Biehl
© by Fuze - Ausgabe #96 Oktober/November 2022 und Rodney Fuchs
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #164 Oktober/November 2022 und Jens Kirsch
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #172 Februar/März 2024 und Jens Kirsch
© by Fuze - Ausgabe #112 Juni/Juli 2025 und Christian Biehl
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #181 August/September 2025 und Andreas Kleen