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SIGH

I Saw The World’s End

Mal die Hände hoch: Wer besitzt „Hangman’s Hymn“ der japanischen Avantgarde-Black-Metaller SIGH aus dem Jahr 2007? Ja, da ganz hinten sehe ich eine Hand. SIGH sind ja nun ein Genre für sich, so abgedreht ist deren Mischung aus thrashenden Black-Metal-Riffs, durchgedrehtem Gesang und wilder Orchestrierung. Und genau diese Mischung lieferten sie schon damals, 17 Jahre nach Bandgründung, ab. Mastermind Mirai Kawashima, der für die meisten Kompositionen und die Instrumentierung verantwortlich ist, sieht dieses Album kritisch, weil es einerseits eine seiner besten Kompositionen sei, andererseits handwerklich nicht perfekt umgesetzt wurde, zuvorderst nennt er das monotone Drumming und die schlappe Produktion. Grund genug für das Trio, das Album unter dem Namen „I Saw The World’s End“ neu einzuspielen, mit moderner Technik, neuen Mitmusikern und musikalisch überarbeitet. Und das Ergebnis ist jetzt kein Cash-In geworden, sondern überzeugt auf ganzer Länge, da alle angesprochenen Makel beseitigt wurden. Der Sound ist glasklar, die Gitarre rasend und unmenschlich präzise, das Drumming abwechslungsreich und der Gesang akzentuiert. Auch die durchgedrehte Orchestrierung wirkt nun erschreckend perfekt und sorgt bei aller Komplexität für den einen oder anderen Ohrwurm. Operation gelungen.

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